Über uns

Franz von Assisi

– Warum gerade er im Projekt Omnibus?

 

Das Projekt „Omnibus“ ist durch den Franziskanerpater Michael Först eine franziskanische Gründung. Motiviert durch das Beispiel von Franz von Assisi setzte sich P. Michael für Eltern und Kinder ein.

Bis heute wird das Projekt „Omnibus“ ideell und personell durch die Deutsche Franziskanerprovinz getragen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung "Projekt Omnibus" versuchen weiterhin vor Ort das franziskanische Ideal zu verwirklichen.

Am Anfang standen da seine Mutter, die ihn zunächst auf den Namen Johannes taufen ließ. Ein Heiliger, ganz besonderer Mensch sollte er werden. Und da war noch sein Vater, der, als er von Geschäftsreisen aus Frankreich zurückkehrte, voller Stolz seinen Stammhalter auf den Namen Francesco umbenannte. Ein ganz tüchtiger Tuchhändler sollte er werden.

Er spielte lange mit. Wollte Ritter – Adeliger – einfach etwas Herausragendes, Besonderes werden. Geld war genug da. Doch die Rechnung ging nicht auf. Am Boden zerstört, von den Lebensträumen weit abgerückt, hörte er in der Stille einer Kirche die Stimme seines Herrn, die Stimme seines Herzens: „Baue meine Kirche wieder auf“!

Wieder einmal für ein neues Ziel schaffen. Es war auch nicht zu schwer einem kleinen zerfallenen Kirchlein wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Und er merkte sicherlich schnell, dass er auch hier wiederum der Falle des Selbstruhms verfallen könnte. Die Stimme hörte nicht auf, immer den selben Satz von sich zu geben ... „Baue meine Kirche wieder auf“. Eine Menge von Steinen, Holz und Gold. War das die Botschaft vom neuen Leben? War das die Botschaft, von der Jesus als Frohbotschaft spricht?

Und da geschah, was geschehen musste. Da war eine Begegnung – ein Mensch, der damals wie heute am Rande lebt – ein Kranker, Drogenabhängiger, aus dem Strichermilieu ..... Der Aussätzige zeigte ihm seine Wunden und hielt ihm auch den Spiegel der Hilflosigkeit entgegen.

Und Franziskus erkannte seine Aufgabe. Armer unter Armen - Hilfloser unter Hilflosen - Mensch unter Menschen zu sein.

Hier im Projekt Omnibus geht es uns ähnlich. Auch wir haben keine Antwort auf die Krankheit, auf den Tod gerade von Kindern. Wir stehen mindestens genauso hilflos und vorwurfsvoll vor unserem Gott.

Doch wir sind dem Gott im brennenden Dornbusch begegnet, dessen Name kein Name ist, sondern eine Eigenschaft. Er nennt sich selbst „Ich bin der ich bin da“. Ich bin gerade da, wo Menschen sich zurückziehen, wo Menschen nicht mehr daran glauben, dass es sich noch zu leben lohnt.

Der Selbstruhm eines Franziskaners ist seine Menschlichkeit - sein auf gleicher Ebene stehen mit dem, der uns begegnet. Manchmal ist es im Projekt Omnibus fast so, als wären wir Eltern und hätten selber Kinder im Krankenhaus.

Und trotz Kloster haben wir sie, den kleinen Denis, die kleine Susi, ..... und noch viele mehr.